Der Wind in den Weiden - Alexander Wiegold
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Der Wind in den Weiden

nach Kenneth Grahame
Bühnenfassung von Alexander Wiegold
Premiere November 2018, Kasino, Burgtheater Wien

In dem unverwüstlichen Kinderbuchklassiker von Kenneth Grahame werden uns die legendären Abenteuer der Freunde vom Fluss erzählt, von der kühnen Wasserratte, dem gutmütigen Maulwurf, dem griesgrämig-souveränen Dachs und dem ständig in irgendwelchen Unfug verstrickten Kröterich.

„Der Duft der weiten Welt, heute hier morgen da…“, so preist der Kröterich seine neueste Anschaffung, einen knallbunt funkelnden Wohnwagen an. Und er will seine beiden Freunde Maulwurf und Wasserratte, auf große Abenteuerfahrt einladen. Doch die Ratte möchte eigentlich lieber auf ihrem geliebten Fluss bleiben und der Maulwurf ist zwar neugierig, aber auch nicht ganz sicher, was sie da in der Ferne finden sollen. Aber die Überredungskünste des Kröterich sind unübertroffen und so entspinnt sich ein turbulentes Abenteuer, bei dem der Kröterich sogar im Gefängnis landet und schließlich der weise Dachs aus dem wilden Wald zur Hilfe geholt werden muss.

Martin Vischer (Maulwurf), Simon Jensen (Kröterich), Sven Dolinski (Wasserratte)

Besetzung

Maulwurf
Martin Vischer

Wasserratte
Sven Dolinski

Kröterich
Simon Jensen

Dachs
Marcus Kiepe

Das Mädchen
Marta Kizyma

Adelheid, Richterin u.a.
Elisabeth Augustin

Wiesel, Kaninchen, Polizisten u.a.
Anna Kiesewetter
Felix Erdmann
Stefan Kuck
Enrico Riethmüller

Regie
Alexander Wiegold

Bühne
Vanessa Eder-Messutat, Alexander Wiegold

Kostüme
Devi Saha

Illustrationen
Vanessa Eder-Messutat

Video
Marcus Lubej

Sounddesign
Alexander Nefzger

Licht
Norbert Gottwald

Dramaturgie
Claudia Kaufmann-Fressner

Pressestimmen

Und wo in der illustrierten Buchausgabe das herrlichste Dickicht der Edward’schen Epoche blüht, da schießt im Kasino die Fantasie ins Kraut. In ihren Löchern vergraben (Maulwurf) oder in gut verproviantierten Barken (Wasserratte) schaukelnd, fürchten die lieben Tiere nichts mehr als die Störung ihrer Ruhe. Sie, allesamt Bewohner des Flussufers, tragen hübsche Masken. (…)

In Alexander Wiegolds epischer Inszenierung bildet die Zähmung dieses Widerspenstigen den Vorwand für eine Reihe entzückender Ideen. Die Kröte selbst ist ein allerdings grenzwertig nervöser Bastard aus Harry-Potter- und Austin-Powers-Filmen. Zur Last gelegt werden „ihm“ rücksichtsloses Tempobolzen mit dem Auto und ein unbedingt skandalös lockerer Umgang mit dem materiellen Eigentum anderer.

Für die Schauwerte in allen Farben der Jahreszeiten sorgt der Beamer. Ein Quartett Kaninchen ist beim Krawallschlagen behilflich, ein sehr würdiger Dachs (Marcus Kiepe) leistet Unverzichtbares bei der Lösung kniffliger Territorialprobleme. Ganz zu schweigen von der Anmut dressierter Pferde (Elisabeth Augustin) und von der Querköpfigkeit waschechter „Menschen“.

Tadellos aufgeweckt

Insgesamt ist die Aufführung eine tadellos aufgeweckte Gelegenheit, sich und den lieben Kleinen das Warten auf das Christkind zu versüßen. (Ronald Pohl, Der Standard, 25.11.2018)