Red Ribbon Celebration Concert 2014 - Alexander Wiegold
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Der Garten des Paradieses

Der reisende Ritter John Mandeville schrieb 1340 über den Garten des Paradieses:

Östlich der Lande und Inseln von Ceylon findet man nichts als Berge und Felsen. Da liegt auch das Land der Finsternis, das bis an das irdische Paradies reicht. Das Paradies liegt im Osten, am Beginn der Erde; doch ist das nicht der Osten, als wir ihn hierzulande kennen: Bei uns geht die Sonne im Osten auf; steht aber in jenen Landen die Sonne im Osten, so ist es bei uns Mitternacht wegen der Rundheit der Erde, davon ich euch schon vorher erzählt habe.

Von dem Paradiese vermag ich nicht recht zu erzählen, denn da bin ich nicht gewesen. Es liegt gar fern, und auch war ich nicht würdig. So sage ich euch nur, was ich von weisen Männern dazulande gehört habe. Das irdische Paradies ist der höchste Ort der Erde; es liegt so hoch, dass es beinahe die Bahn des Mondes berührt. Selbst die Sintflut steig nicht bis zu dem Paradiese empor. Es ist von einer Mauer umschlossen, und man weiss nicht, woraus sie erbaut ist; denn sie ist ganz von Moss bedeckt. Doch scheint es, dass sie nicht aus Stein gemacht ist. Sie reicht vom Süden gen Norden und hat nur eine Pforte, die durch ein brennendes Feuer verschlossen ist, so dass kein Sterblicher hineinzugehen vermag.

Marcia Cross
Ben Becker

An der höchsten Stelle des Paradieses liegt in der Mitte eine Quelle, daraus die vier Ströme entspringen, die durch etliche Lande fließen. Die Leute jenseits des Meeres sagen, dass alle süssen Wasser der Welt aus jener Quelle des Paradieses kommen.

Wisset, dass kein Sterblicher dem Paradies nahe kommen mag. Denn zu Lande vermag das niemand wegen der wilden Tiere in den Wüsteneien und der hohen Berge und Felsen ringsum. Doch auch auf den Strömen mag niemand fahren; denn das Wasser fliesst so geschwind und ungestüm von den Höhen herab, dass kein Schiff wider die grossen Wogen segeln kann. Atem ist das Wasser so tosend, dass auf dem Schiffe niemand den anderen hört, und riefe er noch so laut. (aus „Die Reisen des Ritters John Mandeville vom Heiligen Land ins ferne Asien: 1322 – 1356“)

Mitwirkende

Vesselina Kasarova
Jennifer O´Loughlin
Ildar Abdrazakov
Piotr Beczala
Yusif Eyvazov
Thomas Hampson
Luca Pisaroni

Marcia Cross
Andrea Jonasson-Strehler
Sunnyi Melles
Elisabeth Orth
Conchita Wurst
Ben Becker
Cornelius Obonya
Billy Zane

Radio-Symphonieorchester Wien
Leitung: Cornelius Meister

Regie und Dramaturgie: Alexander Wiegold
Bühnenbild: Vivienne Westwood
Video: Atzgerei-Productions
(Gero Dennig, Michael Tripolt, Peter Schönhardt)
Kostüm: Anna Granat
Lichtdesign: Friedrich Rom
Bühnenbildmitarbeit: Stefanie Muther

Programm

Carl Maria von Weber,
Oberon, or The Elf King´s Oath – Ouvertüre

Andrea Jonasson-Strehler
Der Garten des Paradieses
von Hans Christian Andersen

Yusif Eyvazov
Arie Calaf „Nessun Dorma“
aus Turandot von Giacomo Puccini

Vesselina Kasarova & Jennifer O´Loughlin
Duett Lakmé, Mallika „Viens Mallika, dôme épais le jasmin“
aus Lakmé von Leo Delibes

Billy Zane
Extracts from Adam´s Diary
von Mark Twain

Thomas Hampson
Arie Hérode „Vision fugitive“
aus Hérodiade von Jules Massenet

Vesselina Kasarova
Eboli „Nei giardin, del bello“
aus Don Carlos von Giuseppe Verdi

Cornelius Obonya & Elisabeth Orth
Die Blumen des Bösen
von Charles Baudelaire

Ildar Abdrazakov
Arie Philip „Ella giammai m´amò“
aus Don Carlos von Giuseppe Verdi

Ben Becker
„Sag mir, wo die Blumen sind“
(Begleitung Gitarre: Andreas Radovan)

Vesselina Kassarova
Thomas Hampson

Rede, Bill Clinton

Felix Mendelssohn-Bartholdy
Sommernachtstraum – Scherzo

Sunnyi Melles
Chronicler of the Winds
von Henning Mankell

„Beau Soir“ für Harfe und Violine
von Claude Debussy

Luca Pisaroni
Arie Leporello „Madamina, il catalogo è questo“
aus Don Giovanni von W.A. Mozart

Jennifer O´Loughlin
Arie Kunigunde „Glitter and be gay“
aus Candide von Leonard Bernstein

Marcia Cross
The Nightingale and the Rose
von Oscar Wilde

Piotr Beczala
Arie des Prinzen „Vidino divná“
aus Rusalka von Antonin Dvořák

Conchita Wurst
Im Wald, wo die Dinge keinen Namen haben
aus: Alice hinter den Spiegeln von Lewis Carroll

Thomas Hampson & Luca Pisaroni
Don Pasquale/ Malatesta „Cheti, cheti“
aus Don Pasquale von Geatano Donizetti

Galerie